Bei der Arbeit mit Zweikomponentenklebstoffen sind die 50-ml-1:1-Klebstoffkartusche und die dazugehörige Mischdüse (Statischer Mischer) die wichtigsten Werkzeuge, die sich direkt auf die Bindungsqualität und die Arbeitseffizienz auswirken. Im Laufe der Zeit hat sich dieses Setup von der 1. Generation zur 2. Generation weiterentwickelt, wobei wichtige Verbesserungen die Schwachstellen aus der realen Anwendung beheben. Im Folgenden werden die Unterschiede, Stärken und Schwächen aufgeschlüsselt – mit dem Schwerpunkt darauf, wie sie in realen Anwendungsszenarien funktionieren.
1. Konstruktionsdesign: Von der einfachen Trennung zur optimierten Kompatibilität
Klebstoffkartusche der 1. Generation
Die 50-ml-1:1-Klebstoffkartusche der 1. Generation verwendet eine einfache Zweikammerstruktur: zwei gleiche 25-ml-Kammern, die nebeneinander geformt sind, mit einem einzigen Austrittsanschluss an der Unterseite. Dieses Design funktioniert für niedrigviskose Klebstoffe, weist aber kritische Mängel auf, wenn es mit Mischdüsen kombiniert wird. Die Kammerwände sind oft dünn (0,8-1 mm) und weisen keine Verstärkung auf, so dass sich die Kammern beim Auftragen von Druck (z. B. mit einer manuellen oder pneumatischen Pistole) ausbeulen oder verformen können. Diese Verformung stört das 1:1-Verhältnis der beiden Klebstoffkomponenten, noch bevor sie in den statischen Mischer gelangen – was zu ungleichmäßigem Mischen und geringer Bindefestigkeit führt.
Darüber hinaus ist der Austrittsanschluss der Kartusche der 1. Generation ein Standardgewinde von 6 mm, das sich nicht fest mit den meisten Mischdüsen verbindet. Während des Gebrauchs kann sich die Düse verdrehen oder undicht werden, wodurch Klebstoff verschwendet und ein unordentlicher Arbeitsplatz geschaffen wird. Für die Bediener bedeutet dies häufige Pausen, um die Düse neu einzustellen oder verschüttete Flüssigkeiten zu reinigen – was die Produktivität beeinträchtigt.
Klebstoffkartusche der 2. Generation
Die Kartusche der 2. Generation behebt diese strukturellen Probleme mit gezielten Verbesserungen. Erstens werden die Kammerwände auf 1,2-1,5 mm verdickt und mit Rippenmustern an den Seiten verstärkt. Dies verhindert ein Ausbeulen auch bei hohem Druck (bis zu 80 psi) und stellt sicher, dass das 1:1-Komponentenverhältnis bis zur Mischdüse konstant bleibt. Der Austrittsanschluss wurde ebenfalls neu gestaltet: Er verwendet ein 8-mm-Grobengewinde mit einer Gummi-O-Ring-Dichtung, die die Mischdüse fest an Ort und Stelle arretiert – kein Auslaufen oder Verdrehen mehr während des Ausgebens.
Eine weitere wichtige Änderung ist die interne "Flussführung" am Boden jeder Kammer. Die Kartusche der 1. Generation hat einen geraden, ungeformten Austritt, der dazu führen kann, dass sich die Komponenten A und B vorzeitig (bevor sie in den statischen Mischer gelangen) vermischen, wenn der Klebstoff hochviskos ist. Die Flussführung der 2. Generation ist ein schmaler, abgewinkelter Kanal, der jede Komponente in separate Ströme leitet und sicherstellt, dass sie sich nur im Inneren der Mischdüse treffen. Diese kleine Änderung reduziert das Vormischen drastisch, ein häufiges Problem, das Klebstoffchargen mit der 1. Generation ruiniert.